Eine selbsterfüllende Prophezeiung ?

Bekanntlich besuchte Nebahat Güclü im Januar 2015 die rechtsextremen Grauen Wölfe, betrieb bei und mit ihnen, über einen Besuch hinausgehend, Wahlkampf und wurde erwischt. Die Hamburg Grünen regten einen Parteiausschluss an, kamen aber wegen einem Formfehler nicht durch das schiedsgerichtliche Verfahren. Güclüs Verteidigung war widersprüchlich, bar jeder Glaubhaftigkeit und in großen Teil auch nachweislich gelogen.

Zudem fußte die Verteidigung allem voran auf einer Heiligsprechung der hinter besagten Vereinigung (ADÜTDF) stehenden, rechtsextremen türkischen Partei MHP. Hierzu legte sie ein Gefälligkeitsgutachten des sich zum Armeniergenozid bekennenden und im Besonderen von Armeniern hoch geschätzten Historikers Taner Akcam vor. Ein Gutachten, dass an Verlogenheit nicht zu überbieten ist, und dem Autor und seinem bisherigen Werk, den Wert nimmt. Allem voran, auch mit Blick auf die Nähe des Historikers zu Gemeinden des Islamisten Fehtullah Güllen in Amerika, drängt sich begründeter Zweifel an der Motivation Taner Akcams auf. Ist die Anerkennung des Armeniergenozides am Ende nur ein leidiges Mittel zum Fortschritt des türkischen Staates? Des Türkentums? Die Zeit wird es zeigen.
Das Zusammenwirken einer „GrauenWölfin und dieses (!) Genozid-Historikers“ erwies sich jedenfalls als mittelbare Verhöhnung des Rechtsextremisten eigenen (1) ARMENIER-FEINDBILDES.

Dem weiteren FEINDBILD der Grauen Wölfe entsprechend, äußerte Frau Güclü sich, bereits in einer ersten Reaktion äußerst (2) KURDENFEINDLICH . Der Pressebericht sei einer kurdischen Zeitung, die ihr seit jeher schaden wolle, zu verdanken.

Ja, sie habe die Grauen Wölfe besucht, der Bericht fuße auf wahren Behauptungen. Nur die Veröffentlichung, naja, damit war FRAU nicht einverstanden.

Das Schiedsgericht hätte durchaus auch anders entscheiden können, nun gut.

Sodann wurde sie zumindest aus der Fraktion der Grünen aus der Hamburger Bürgerschaft ausgeschlossen. Kurze Zeit und viele Streitigkeiten später trat sie dann doch selbst aus der Partei aus, weil SIE das Vertrauen verloren habe.

Ihren Job kündigte der Paritätische Wohlfahrtsverband eben aus denselben Gründen. Jemand der so eng mit Rechtsextremisten verbandelt ist, schadet auch dem Arbeitgeber, welcher in einem entsprechend sensiblen Arbeitsbereich tätig ist.

Wie soll es anders sein, wie schon zuvor übt sich Frau ABGEORDNETE, die unsagbar viele Stimmen, trotz & gerade wegen ihrer Nähe zu Verfassungsfeinden einholte, in Larmoyanz.

In einer neuen Erklärung stilisiert sie sich das X-te mal zum Opfer einer Verschwörung (weniger geht selbstverständlich nicht), und diesmal sind, nach Güclü, die (3) ALEVITEN SCHULD an dem Verlust des Arbeitsplatzes. Die Aleviten, ein weiteres Feindbild dieser Rechtsextremisten – und nicht die eigene Nähe zu diesen. Sie hätten sich bei dem Arbeitgeber beschwert. Die Beschwerde sei TROTZ ihrer stetig währender Unterstützung alevitischer Gemeinden erfolgt.

BONBON: Zitat aus der neuesten Erklärung:
„Avrupa’nın göbeğinde, demokratik olarak adlandırılan bir ülkede ve kendilerini ‘demokrat’ olarak adlandıran insanlar ve kurumlar tarafından tüm varlığım yok edilmeye çalışılıyor.“
Zu DEUTSCH:
Inmitten Europas, in einem als demokratisch bezeichneten Land und von sich als demokratisch bezeichnenden Menschen und Organisationen wird versucht, mein ganze Existenz auszulöschen“.

Verschwörungstheorien zu generieren, Schuldzuweisungen zu verteilen und mit dem Schwung eines Säbels rechtsextrem-türkischen Feindbildern (Aleviten, Kurden und Armeniern) eins auszuwischen, ist wohl Beleg genug für die GRAUE Farbe in den Überzeugungen der Abgeordneten für die Hamburger Bürgerschaft. Ein Lakmustest!

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